


Nachmittags-Tee in einem strohgedeckten Pavillon, den die Poeten der Meiji-Zeit liebten, mit Blick auf den Hozugawa
Nur sechs Gehminuten entlang des Hozugawa vom Randen Arashiyama Bahnhof entfernt befindet sich im Gelände des Suiran, a Luxury Collection Hotel, Kyoto, das Sa-ryo Hassui. Dieser Teepavillon ist eine umgebaute Strohdachhütte namens "Hasshōken" aus dem Jahr 1910 (Meiji 43). Durch große Fenster erstreckt sich der jadefarbene Hozugawa vor der Kulisse des Wandels der Jahreszeiten von Arashiyama – ein Café mit atemberaubendem Ausblick, das auch Nicht-Hotelgästen offensteht. Mit stolzen 16.000 Followern auf Instagram besuchen in- und ausländische Reisende diesen Ort als eines der repräsentativsten Erlebnis-Cafés Kyotos.
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In Google Maps öffnenDas "Hasshōken" von 1910 – Die acht Szenerien von Arashiyama, besungen von Meiji-Poeten
Der Name "Hassui" stammt vom Gedicht "Hasshōken-shi", in dem sich acht Dichter, darunter der letzte Literatenmaler der Meiji-Zeit, Tomioka Tessai, versammelten und acht flüchtige Szenerien von Arashiyama besangen. Diese acht Landschaften sind "Blumen, junges Grün, Glühwürmchen, Kaulquappen, Wasserfall, Mond, Herbstlaub und Schnee". Diese poetische Seele findet sich in der modernen Nachmittags-Tee-Zeremonie wieder, wobei das Menü die acht Szenerien in vier Kapiteln, je nach Jahreszeiten, gegliedert präsentiert.
Der "japanische Nachmittags-Tee", kreiert von Kameya Yoshinaga
Das Afternoon-Tea-Set (6.500 Yen) ist in vier Kapitel unterteilt: Frühling "Blumen, junges Grün", Sommer "Glühwürmchen, Kaulquappen", Herbst "Wasserfall, Mond", Winter "Herbstlaub, Schnee". Es präsentiert eine exquisite Auswahl an wagashi (japanischen Süßspeisen) von Kameya Yoshinaga, einem traditionsreichen Kyotoer Wagashi-Geschäft, und herzhaften Leckereien aus saisonalen Zutaten auf einem dreistufigen Gestell. Im Herbst-Set finden sich Köstlichkeiten mit Kastanien und Azuki-Reis, Nasu-Dengaku und Vol-au-vents mit Kyoto-Aka-Jidori. Aus 27 Getränken gibt es Tees von DAMMANN FRÈRES oder Kyotos Teehändler Sencha.
Empfehlungen für den perfekten Besuch
Beliebte Menüs und Preise
- Japanischer Nachmittags-Tee: 6.500 Yen (Reservierung 2 Tage im Voraus erforderlich)
- Jade-Mochi (Matcha und Kuzu-Dessert mit Getränk): 1.500 Yen
- Häppchenset "Mushiyashinai" (mit Itchiban-Dashi-Beef Stroganoff): ab 4.500 Yen
- Spezielles Tai-Chazuke: 4.750 Yen
Tipps für den Besuch
Eine Reservierung für den Nachmittags-Tee ist bis 17 Uhr zwei Tage im Voraus erforderlich, entweder telefonisch unter 075-872-1222 oder über TableCheck (Web). Die Bestellung ist ab einer Person möglich, was besonders angenehm ist. Für Jade-Mochi oder einzelne Getränke, die ohne Reservierung verfügbar sind, gibt es in der Regel nur kurze Wartezeiten. Der Teeraum bietet 34 bis 40 Sitzplätze (24 bis 28 Tische im Innenbereich und 10 bis 12 Plätze auf der Terrasse).
Tipps zum Vermeiden von Andrang
In der Saison der Herbstlaub (November) ist der Andrang rund um das Hotel sehr hoch, und die Plätze im Außenbereich mit Blick auf den Hozugawa sind heiß begehrt. Relativ ruhig sind die Zeiten direkt zur Öffnung um 11 Uhr oder nach 16 Uhr vor Schließung. An Werktagen gibt es zudem spezielle Pläne mit 60 Minuten Freeflow von DAMMANN FRÈRES Tee und japanischem Tee, die als Geheimtipp gelten, verglichen mit den Wochenenden.
Leitfaden für das Genießen der Arashiyama-Region
Empfohlene Spazierroute
Folgt man vom Sa-ryo Hassui dem Hozugawa nach Süden, erreicht man in drei Minuten die Togetsukyō-Brücke. Überquert man die Brücke, gelangt man in zehn Minuten zu den Bambushainen oder in fünf Minuten zum Sōgenchi-Garten des Tenryū-ji. Eine beliebte Tagesplanung für Reisende ist es, im Hotelrestaurant zu lunchen und anschließend den Nachmittags-Tee im Hassui zu genießen – der sogenannte "Suiran Day Plan".
Beste Jahreszeiten
- Frühling (März-April): Die Kirschblüten um die Togetsukyō-Brücke und das junge Grün des Hozugawa vereinen sich für einen herausragenden Blick von der Terrasse. Eine ideale Zeit für das erste Kapitel des Nachmittags-Tees "Blumen, junges Grün".
- Sommer (Juli-August): Dieser Abschnitt fällt mit der Kawadoko-Saison (traditionelles Essen über dem Fluss) des Hozugawa zusammen, während das Menü im zweiten Kapitel das subtile Leuchten der Glühwürmchen thematisiert.
- Herbst (November): Der Herbst erreicht mit den bunten Blättern von Arashiyama seinen Höhepunkt, während die Hotelgärten in intensives Rot getaucht sind. Frühe Reservierungen sind für dieses Erlebnis unerlässlich.
- Winter (Dezember-Februar): Das Erlebnis, den verschneiten Anblick von Arashiyama durch das Fenster hindurch zu genießen, ist ein Luxus, den kein anderes Café bieten kann. Dies ist die Zeit für das vierte Kapitel "Herbstlaub, Schnee".
Verborgene Schätze in der Nähe
- Nonomiya-Schrein (7 Gehminuten): Bekannt für seine Mooswege als Symbol der Liebe. Ein frühmorgendlicher Spaziergang kombiniert mit den Bambushainen ist ein Geheimtipp abseits der Besucherströme.
- WIFE&HUSBAND (Imadegawa, 15 Autominuten): Ein beliebtes Sandwich-Café mit dem Konzept, zum Kamogawa mit dem Fahrrad zu fahren.
- Shōraian (nahe Togetsukyō): Ein traditioneller Süßigkeitenladen berühmt für Matcha und Kuzu-Kiri. Es ist stilvoll, vor dem Besuch von Hassui vorbeizuschauen.
- Kuriya Yasaka (außerhalb der Reichweite zu Fuß in der Shijō-Gegend): Ein führendes Restaurant für Kyotoer Hausmannskost, das sich für einen Besuch am Abend, nachdem man von Arashiyama nach Shijō verlegt hat, als nützlich erweisen kann.