


Eine Shōwa-Teezeremonie erschaffen von einem Miso-Hersteller — Das Retro-Café "Kissa Zou" in Kyotos Imadegawa
Versteckt in einer ruhigen Wohngegend von Kamigyō-ku in Kyoto, an der Adresse Muromachi Nishiru Sanjō-chō 440-3, steht ein Café mit einer warmen und einladenden Atmosphäre: "Kissa Zou". Im April 2019 eröffnete der alteingesessene Miso-Hersteller Imai Jōzō aus Hekinan, Präfektur Aichi, dieses einzigartige Café, das den Charme der Shōwa-Ära in die moderne Szene bringt. Das Café nutzt die Räumlichkeiten des traditionsreichen "Brasil Coffee", inklusive seiner originalen Tische, Stühle und Leuchten, die alle sorgfältig erhalten wurden. Dieses neue, doch nostalgische Ambiente zieht sowohl Einheimische als auch Touristen an.
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In Google Maps öffnenWarum ein Miso-Hersteller aus Aichi ein Café in Kyoto eröffnete
Imai Jōzō, bekannt für die Herstellung von Miso, Tamari und Saucen, hat das "Kissa Zou" als dritten Standort nach dem "Zoumeshiya" in Nishio und "Kissa Zoumeshi" in Nagoya eröffnet. Der einfache, aber einprägsame Name spiegelt sich in den vielen Elefantenmotiven in der Inneneinrichtung wider — von den Geschirrteilen bis zu den Elefanten-Cookies, die ihre Menüs zieren. Die Kombination aus Miso-inspirierten Gerichten aus Aichi und typischen Café-Spezialitäten bringt frischen Wind in Kyotos kulinarische Szene.
Ein Raum mit Shōwa-Charme und 18 Sitzplätzen
Das gemütliche Café bietet insgesamt 18 Sitzplätze, darunter 6 Barhocker und 3 Vierertische. Die Interieur, mitalter Klassiker wie eine alte Wanduhr, der honigfarbene Holzbartresen und die sanft glühenden Glühbirnen, bleibt dem Retro-Charme der Shōwa-Ära treu, obwohl das Café erst 2019 eröffnet wurde.
Empfehlungen für Genießer
Höhepunkte der Speisekarte:
- Cream Soda (mit Keks) für 660 Yen ist in Melonen-, Erdbeer- und Blue Hawaii-Varianten erhältlich; die entzückend platzierten Elefanten-Cookies sind der ultimative Instagram-Star.
- Pudding à la Mode für 880 Yen, kunstvoll angerichtet mit Vanilleeis und Früchten, das Herzstück der Shōwa-Cafékultur.
- Maispudding für 450 Yen besticht auch einzeln durch seine seidige Textur.
- Eiersandwich mit Miso für 780 Yen, mit Imai Jōzōs Miso: das luftige Ei harmoniert perfekt mit der Miso-Würze.
- An Butter Toast exklusiv in Kyoto für 450 Yen, mit Anko aus Hokkaido und fermentierter Butter.
- Matcha-Latte aus Nishio für 500 Yen, hergestellt mit Matcha aus der Region Aichi.
- Miso-Noodle-Suppe (Rot) für 950 Yen, eine in Kyoto neuinterprätierte Hommage an Nagoyas beliebtes Gericht.
- Cream Soda (ohne Keks) für 580 Yen.
Tipps, um lange Wartezeiten zu vermeiden
Am Wochenende ist der Besucherandrang groß, daher lohnt es sich, die ruhigen Morgenstunden von 9:00 bis 10:30 Uhr zu nutzen, wenn die Backwaren zudem um 100 Yen reduziert sind. Nach 11 Uhr beginnt der Mittagsansturm. Montags sowie dem 1. und 3. Dienstag im Monat ist Ruhetag, jedoch lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf Instagram für mögliche Änderungen.
Führer zu den Freuden rund um Imadegawa und den Gosho-Nishi-Bereich
Empfohlene Spazierroute
Ein kurzer 5-minütiger Spaziergang von Kissa Zou führt Sie die Horikawa-dōri hinauf zur Nordseite des Nijō-Schlosses. Gehen Sie weiter nach Osten entlang der Imadegawa-dōri und erreichen Sie in etwa 15 Minuten das Westtor zum Kaiserlichen Garten von Kyoto. Der botanisch reiche Garten bietet zwischen seinen wandelbaren, saisonalen Highlights eine entspannende Atmosphäre und lädt zur Entdeckung der Dōshisha-Universität und ihrer Backsteingebäude auf dem Weg zurück zur Imadegawa-Station ein.
Saisonale Höhepunkte
Frühling (März–April): Die herrlichen Kirschblüten des Kaiserlichen Gartens, perfekt für ein Picknick, gefolgt von einer erfrischenden Cream Soda.
Sommer (Juni–August): Exklusive Sommergetränke im Café, die kühle Cream Soda hilft gegen die Hitze.
Herbst (September–November): Der Garten taucht in ein goldenes Gewand aus Ginkgo-Bäumen. Besuchen Sie das Café in den ruhigeren Stunden.
Winter (Dezember–Februar): Wärmende Miso-Nudelsuppe, ideal um den Winterfrost zu vertreiben.
Versteckte Juwelen in der Nähe
- Straßenstände vor dem Otemon Tor des Nijō-Schlosses — Je nach Saison bieten sie lokale Delikatessen an (15 Gehminuten)
- Sarasa Nishijin — Ein außergewöhnliches Café, das in einem ehemaligen Badehaus mit beeindruckenden Keramikfliesen untergebracht ist (10 Gehminuten)
- Botanischer Garten Kyoto — Berühmt für die Frühlings-Tulpen und die Chrysanthemen-Ausstellung im Herbst (10 Minuten mit dem Fahrrad)
- Ippodo Tee-Shop — Ein traditionelles Teegeschäft auf der Teramachi-dori, wo kostenlose Teeverkostungen stattfinden (15 Gehminuten)