


Ab 6 Uhr morgens entstehen Schlangen: Eine Legende des Kyoto-Ramen
Fünf Gehminuten vom Shinkansen-Ausgang des JR Kyoto Bahnhofs entfernt, am Fuße der Takabashi (高倉跨線橋)-Brücke, befindet sich „Honke Daiichi Asahi Takabashi Honten". Seit der Gründung im Jahr 1947 bewahrt dieses Restaurant strikt sein unveränderliches Rezept und gilt als Ursprung des Kyoto-Ramen. Bereits vor der Eröffnung um 6 Uhr morgens sind Schlangen keine Seltenheit. Stammgäste aus der Region, Ramen-Fans aus dem ganzen Land und Touristen aus dem Ausland können nicht widerstehen.
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In Google Maps öffnenDer Geschmack von Daiichi Asahi durch sorgfältige Zutatenwahl
Char Siu von Sauen, die zweimal geworfen haben
Ein unverzichtbares Thema bei den Ramen von Honke Daiichi Asahi ist das Char Siu. Verwendet wird ausschließlich das Rückenfleisch von Sauen, die etwa 120 kg wiegen und zweimal geworfen haben. Die sorgfältige Zutatenwahl basiert auf dem perfekten Zeitpunkt, an dem das Gleichgewicht zwischen Fett und magerem Fleisch den meisten Geschmack entfaltet. Das dick geschnittene, voluminöse Char Siu bietet, während es in die Suppe getaucht wird, eine zarte Textur, die man nicht vergisst.
Kujō-Negi und knackige Sojasprossen
Als Topping wird das traditionelle Kyoto-Gemüse „Kujō-Negi" verwendet. Das starke Aroma und die Süße des Kujō-Negi verbinden sich mit der Sojasaucen-Suppe zu einem typischen Kyoto-Geschmackserlebnis. Die Sojasprossen werden so gekocht, dass sie ihre knackige Konsistenz behalten und die Schwere der Suppe ausgleichen.
Kultur der maßgeschneiderten Bestellungen
Die Härte der Nudeln, die Stärke der Suppe, die Menge der Sojasauce sowie die Menge an Negi und Sojasprossen lassen sich kostenlos anpassen. Beim ersten Besuch bestellt man „normal" (futsuu), danach entwickelt man seine eigene Vorliebe — wie es die Stammgäste tun.
Empfohlener Genuss
Beliebte Menüs und Preise (inkl. Steuer)
- Spezial-Ramen (extra Char Siu): 1.090 Yen
- Ramen (Standard): 890 Yen
- Char Siu-Men: 1.040 Yen
- Kleine Portion Reis: 100 Yen (in die Suppe getaucht — ein Genuss der Kenner)
Reis sollte unbedingt bestellt werden. Der Reis, der die Suppe aufsaugt, wird zu einem eigenen Gericht.
Tipps zur Vermeidung von Menschenmassen
Direkt nach der Eröffnung von 6–7 Uhr sowie nach 23 Uhr sind ruhige Zeiten. Zwischen 12 und 13 Uhr kann die Wartezeit 30 Minuten überschreiten. Der frühe Morgen an Wochentagen ist die beste Zeit. Ruhetag ist Donnerstag.
Führer zu Aktivitäten rund um den Kyoto-Bahnhof
Empfohlene Spazierroute
Ausgehend von Honke Daiichi Asahi: Nishi Hongan-ji (12 Min.) → Higashi Hongan-ji (8 Min.) → Umekoji Park (15 Min.). Morgenliches Ramen gefolgt von Tempelbesuchen ist ein typischer Plan der Einheimischen.
Die besten Zeiten je nach Saison
- Frühling (März–April): Mit den Kirschblüten am Tō-ji kombinieren. Früh besichtigen und mit Ramen bei Daiichi Asahi abschließen.
- Sommer (Juli): Während des Gion Matsuri strömen viele Touristen. Früh morgens ist die beste Option.
- Herbst (November): Herbstlaub-Saison im Tōfuku-ji — nur um 6 Uhr morgens ist es ruhig.
- Winter (Dezember–Februar): Heißes Ramen am kalten Morgen ist unvergleichlich. Schlangen sind kürzer.
Versteckte Perlen in der Nähe
- Shinpukusaikan Honten (2 Min.): Die andere Institution in Takabashi. Intensiver Sojasaucen-Brühe und gebratener Reis sind hervorragend.
- Gontarō Honten (15 Min.): Traditionelles Lokal mit Kyōto-typischen Obanzai und Udon. Über 100 Jahre Geschichte.
- Shinshindō Kyoto Ekimae-ten (3 Min.): Bäckerei von 1913 — ideal für einen Café-Besuch vor oder nach dem Ramen.