


Ein verborgenes Gartencafé, wo Kunst und Kyoto-Tradition aufeinandertreffen
Nur eine Gehminute vom Keifuku-Bahnhof Arashiyama entfernt erscheint plötzlich ein mächtiges Holztor am Weg zum Tenryu-ji — der Eingang zum eXcafe Kyoto Arashiyama (イクスカフェ 京都嵐山本店). Dieses Café befindet sich in einem über 100 Jahre alten, renovierten Machiya-Stadthaus, dessen Gelände sich zu einem 400 Quadratmeter großen japanischen Garten öffnet, in dem Ahornbäume ihre Farben mit den Jahreszeiten wechseln. Wenige Schritte abseits der Touristenströme Arashiyamas findet man sich in einer völlig anderen Stille.
Info
Anfahrt
In Google Maps öffnenEin einzigartiger Raum: Stadthaus trifft zeitgenössische Kunst
Die Fusuma-Gemälde von Ki-Yan (木村英輝)
Das Erste, was Besucher bemerken, sind die beeindruckenden Fusuma-Schiebetür-Gemälde des weltbekannten Künstlers Ki-Yan. In kräftigen Rottönen und Schwarz gehalten, mit Löwen, Drachen und mythischen Wesen, die ganze Wände der Tatami-Zimmer bedecken, verwandelt das Kunstwerk das Innere in eine immersive Galerie. Viele Gäste kehren allein wegen dieser Gemälde wieder.
67 Sitzplätze, verschiedene Atmosphären
Das Café bietet 67 Plätze auf Sofas, Stühlen und in Tatami-Zimmern. Die Tatami-Räume blicken direkt auf den Garten und sind in sanftes Tageslicht getaucht. Trotz der Größe wirken die Räume intim, da der Garten das Zentrum bildet.
Signaturmenü und Preise
Beliebte Gerichte (inkl. Steuer)
- Neko no Ashiato Toast (Katzen-French-Toast): ab ¥1.200
- Hokuhoku Dango Set (Selbstgrillen auf dem Shichirin-Holzkohlebrenner): ¥1.100
- Bio-Matcha-Parfait: ab ¥1.100
- Kuromaru (Holzkohle-Rollkuchen): ab ¥600
- Sojamilch-Latte: ab ¥700
Das Selbstgrill-Dango-Set ist ein interaktives Erlebnis. Keine Reservierungen; nur Walk-in.
Tipps zur Vermeidung von Menschenmassen
Wartezeiten von 10–14 Uhr am Wochenende sind unvermeidlich. Direkt bei der Öffnung um 9 Uhr zu erscheinen ist die beste Strategie. Schließtage sind unregelmäßig — vor dem Besuch auf dem offiziellen Instagram prüfen.
Erkundung von Arashiyama
Empfohlene Spazierroute
Vom eXcafe aus: Tenryu-ji (2 Min.) → Bambushain (5 Min.) → Nonomiya-Schrein (8 Min.) → Ufer des Oi-Flusses (10 Min.). Zuerst im Café entspannen, dann erholt in den Stadtteil aufbrechen.
Die besten Zeiten je nach Saison
- Frühling (März–April): Kirschblüten vor jungem grünem Ahorn im Garten. Das frühe Anstehen lohnt sich.
- Sommer (Juli–August): Der tiefgrüne Sommeraphorn macht den Garten zu einem natürlichen Zufluchtsort.
- Herbst (November): Hochsaison für Arashiyamas Herbstlaub — Wochentags um 9 Uhr ist der einzige ruhige Moment.
- Winter (Dezember–Februar): Die Menschenmassen lichten sich; eine seltene Chance, den mit Schnee bedeckten Garten zu erleben.
Versteckte Perlen in der Nähe
- Tenryu-ji Shigetsu (2 Min.): Buddhistische vegetarische Küche innerhalb des Tenryu-ji mit Blick auf den Garten.
- Saga Tofu Moriya (8 Min.): Tofu-Hersteller mit Wurzeln in der Edo-Zeit.
- Nonomiya-Schrein (8 Min.): Ruhiger Schrein für Liebesglück, eingebettet im Bambushain.
- Togetsu-kyo-Brücke (10 Min.): Das Symbol Arashiyamas. Im Morgengrauen treibt Flussnebel unter der Brücke.